Ein Lehrer erklärt Kindern etwas auf einem Tablet. Bild: BM RLP/Weissmantel

Der DigitalPakt in Rheinland-Pfalz

Das Land Rheinland-Pfalz verfolgt bereits seit vielen Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung der Medienkompetenz und der digitalen Bildung von Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern - und das sehr erfolgreich. Digitale Bildung ist ein bildungspolitischer Schwerpunkt. Ziel ist es, das digitale Lernen zu ermöglichen, zu gestalten und zu stärken - sowohl technisch als auch pädagogisch. Grundlagen dafür sind die KMK-Vereinbarung “Bildung in der digitalen Welt”, und die Digitalstrategie des Landes rlp/digital sowie die Digitalstrategie des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums /bildung/digital.

Der erste DigitalPakt Schule leistete 2019-2024 mit seinen drei Zusatzvereinbarungen einen wichtigen Beitrag beim Ausbau der schulischen IT-Infrastruktur, bei Administration und der Geräteausstattung von Schülerinnen und Schülern sowie deren Lehrkräften. Insgesamt profitierten die Schulen in Rheinland-Pfalz von mehr als 300 Millionen Euro. Nun haben sich Bund und Länder auf eine Fortsetzung in einem DigitalPakt 2.0 geeinigt.  

DigitalPakt Schule

Der "DigitalPakt Schule" ist mit Unterzeichnung der Bund-Länder-Vereinbarung am 17. Mai 2019 in Kraft getreten und setzt einen Schwerpunkt auf die Förderung der Schulträger im Bereich der digitalen Infrastruktur. Während der Laufzeit von 2019 bis einschließlich 2024 stehen für die rheinland-pfälzische Bildungslandschaft insgesamt rund 241 Mio. Euro zur Verfügung, davon sind fünf Prozent für landesweite und regionale Projekte und weitere fünf Prozent für länderübergreifende Projekte vorgesehen, etwa die gemeinsame Entwicklung von digitalen Lehr-Lernumgebungen. Ergänzt werden die Mittel um einen Eigenanteil an der Finanzierung in Höhe von 10 Prozent, den die Schulträger bzw. bei Landesprojekten das Land leisten. 

Sofortausstattungsprogramm (Zusatzvereinbarung)

Mit dem ersten Zusatz zur Verwaltungsvereinbarung "DigitalPakt Schule 2019 bis 2024" wurden finanziell benachteiligten Schülerinnen und Schülern mobilen Endgeräten zur Ausleihe bereitgestellt. Ziel war es das in einem schlanken und unbürokratischen Verfahren zu ermöglichen: Auf Rheinland-Pfalz entfielen aus dem Sofortausstattungsprogramm des Bundes rund 24 Mio. Euro. Mehr als 57.000 mobile Endgeräte konnten von den Schulträgern damit beschafft werden. Ergänzend wurden nochmals rund 13.000 Geräte aus dem Nachtragshaushalt des Landes beschafft. 

Administration (Zusatzvereinbarung)

Mit der Zusatzvereinbarung "Administration" stellt der Bund den Ländern Mittel für die Administration von digitalen Lehr-Lern-Infrastrukturen zur Verfügung. Die Finanzhilfen dienen in unmittelbarer Verbindung mit den Investitionen beim DigitalPakt Schule, sowie weiterer Zusatzvereinbarungen der Förderung der Ausbildung und Finanzierung von IT-Administratorinnen und Administratoren, die für Schulen eingesetzt werden. Die für die einzelnen Schulträger zur Verfügung stehenden Budgets errechnen sich aus einem einmaligen Sockelbetrag von 2.000 Euro pro Schule sowie aus einem Betrag, der sich aus dem Verhältnis ihrer Gesamtschülerzahl zur Gesamtschülerzahl in Rheinland-Pfalz gemäß der Schulstatistik 2020/2021 ergibt. Auf Rheinland-Pfalz entfallen rund 24,1 Millionen Euro.

Leihgeräte für Lehrkräfte (Zusatzvereinbarung)

Mit dieser Zusatzvereinbarung wurde Lehrkräften flächendeckend die Ausleihe digitaler Endgeräte ermöglicht und damit die Unterrichtsvorbereitung und die Durchführung digitaler Unterrichtsformen erleichtert - unabhängig davon, ob der Unterricht in der Schule oder als Distanzlernen stattfindet. Über 46.000 Lehrergeräte konnten von den rheinland-pfälzischen Schulträgern im Rahmen der Zusatzvereinbarung beschafft werden. 

Man sieht Logos der Förderer in Bund und EU.